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"Ich bin gespannt, ob es in 20 Jahren noch Fahrlehrer braucht."

Der Berner Fahrschulinhaber Daniel Fehlmann über Nerven aus Stahl, das selbstfahrende Auto als Jobkiller und den Unsinn neuer Verkehrsgesetze.

Fahrlehrer Daniel Fehlmann findet Mobility für Lernfahrten ideal.

Herr Fehlmann, Sie bringen anderen das Autofahren bei. Ein Traumberuf?
Für mich ja. Bereits als Kind war ich fasziniert von Fahrzeugen. Für mich bedeutet Mobilität seit je her ein Stück Freiheit. Trotzdem war mir mein erster Beruf als Chauffeur irgendwann zu einsam. Als Fahrlehrer kann ich mit Menschen zusammenarbeiten und meiner Passion nachgehen, die perfekte Kombination also.

Ich persönlich habe nicht nur gute Erinnerungen: Mein Fahrlehrer wurde des Öfteren laut.
Das sind keine idealen Voraussetzungen. Ein Fahrlehrer muss auch in heiklen Situationen ruhig bleiben. Ausserdem hat jeder Mensch andere Talente. Die einen lernen schnell, andere brauchen mehr Zeit und Geduld.

Schneller voran kommt sicherlich, wer privat übt. Was halten Sie vom entsprechenden Mobility-Lernfahrerangebot?
Ich empfehle Mobility meinen Lernenden immer wieder. Schliesslich gibt es Familien ohne eigenes Auto, oder es fehlt ihnen an einer geeigneten Fahrzeug-Kategorie. Hier bietet sich Mobility als ideale Lösung an. Zudem gefällt mir persönlich die Carsharing-Philosophie, denn ein eigenes Auto ist teuer in Anschaffung und Unterhalt.

Sollten Fahrschüler die Möglichkeit nutzen, bei Mobility verschiedene Modelle zu buchen?
Es ist ein Vorteil, abzuwechseln. Langfristig macht das einen flexibler, erfahrener und selbstbewusster.

"Ich empfehle Mobility meinen Lernenden immer wieder."

Daniel Fehlmann, Fahrlehrer

Seit Februar dürfen Leute, die die Fahrprüfung mit einem Automaten absolviert haben, auch geschaltete Autos fahren. Sehen Sie das als Sicherheitsrisiko?
Ohne spezifisches Training finde ich es gefährlich, ja. Mir ist bis anhin allerdings niemand bekannt, der ohne Fahrstunden in ein handgeschaltetes Auto gesessen und losgefahren wäre. Hierfür ist das Handling im Vergleich zu einem Automaten zu unterschiedlich, angefangen beim Anfahren. Deshalb empfehle ich jedem, ein paar Übungsstunden bei einem Fahrlehrer zu nehmen.

Ist es nicht so, dass Sie gegen diese Gesetzesänderung sind, weil Ihnen Umsatz entfallen könnte?
Die meisten meiner Kunden lernen weiterhin handgeschaltet, was ich ohnehin empfehle. Dadurch sind sie flexibel und können später problemlos auf Automaten wechseln. Unter dem Strich beansprucht die Automatenprüfung weniger Lektionen, das stimmt. Was allerdings gleich viel Übung braucht, ist richtiges und sicheres Verhalten im Strassenverkehr.

Das Auto ist für die jüngere Generation kein Statussymbol mehr. Richtig?
Richtig. Die Zeiten, in denen einem die 18-Jährigen die Bude einrannten, sind vorbei. Ein eigenes Auto zu besitzen ist nicht mehr für alle gleich wichtig. Meine Kundschaft bewegt sich vor allem im städtischen Umfeld mit gut ausgebautem ÖV. Hier stecken junge Leute oft in längeren Ausbildungen. Ergo gilt es abzuwägen, ob ein eigenes Fahrzeug in einer Stadt sinnvoll und bezahlbar ist. Wenn nein, schliesst sich der Kreis zu Mobility.

Wie vermitteln Sie umweltbewusstes Fahren?
Im Theorieunterricht thematisieren wir diese Frage übergeordnet: Wann macht das Auto als Verkehrsmittel Sinn? In welchem Fall ist der ÖV zu bevorzugen? Auf der Strasse selbst üben wir, frühestmöglich zu schalten, den Motor vor Ampeln oder Barrieren abzustellen und vor allem vorausschauend zu fahren.

Apropos vorausschauend: Denken Sie, dass es Ihren Job noch lange geben wird?
Wieso meinen Sie?

Weil selbstfahrende Autos in den Startlöchern stehen.
Auf diese Entwicklung bin ich gespannt. Ich glaube, den klassischen Fahrlehrer braucht es sicher noch 10 bis 20 Jahre. Aber danach? Vielleicht verändert sich unsere Arbeit hin zu Beratungstätigkeiten rund um die Einführung solcher Fahrzeuge. Ich schaue der Zukunft jedenfalls neugierig und positiv entgegen.

Fahrstunden bei Daniel Fehlmann: www.fahrschule-bern-west.ch