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Fragen Sie die ehemalige Chefin persönlich.im Inside Mobility.

Viviana Buchmann, ehemalige Geschäftsführerin (Inside Mobility 25.07.2016)

von Kathleen Rother

Frage: Wer nutzt eigentlich Mobility (soziografische Einteilung) und welche Zielgruppen sind des Weiteren denkbar?

Viviana Buchmann: Mobility spricht alle Menschen an, die erkennen, dass uneingeschränkte Mobilität nicht an den Besitz eines eigenen Autos gebunden ist. Wenn man einen "klassischen" Kunden beschreibt, lebt dieser im urbanen Raum, hat eine höhere Ausbildung abgeschlossen und misst dem Auto keinen übermässigen Status bei. Was uns sehr freut, ist, dass sich derzeit sehr viele junge Menschen Mobility anschliessen, beispielsweise Studenten und Lernfahrer. Zudem setzten auch immer mehr Firmen auf Carsharing. Ich sehe auch Potenzial bei den ü50, die immer häufiger wieder in der Stadt wohnen sowie den Zweitautobesitzern.

von Hans Tiefenauer

Frage: Sind Sie mit der Sauberkeit der Fahrzeugflotte zufrieden?

Viviana Buchmann: Einerseits reinigt und wartet Mobility die Autos in einem regelmässigen Turnus, andererseits hält sich der absolute Grossteil unserer Nutzer an die Fairplay-Regeln. Deshalb – das wissen wir aus Umfragen – sind unsere Kunden mit der Sauberkeit zufrieden. Es kann jedoch schon vereinzelt vorkommen, dass Autos verschmutzt zurückgelassen werden. In diesem Fall sind wir für eine Meldung dankbar. Dies ermöglich uns, zwischen den geplanten Reinigungen eine Zusatzreinigung vorzunehmen und so dem nächsten Nutzer wieder ein sauberes Auto zur Verfügung zu stellen.

von Adrian Schwerzmann

Frage: Kürzlich rief ich bei Mobility an aufgrund einer Frage. Der Herr am Telefon wollte meine Mobility-Nummer (ok) und anschliessend auch noch den Pin-Code (not ok). Auf meine Frage hin, weshalb er den Pin benötigt, was sonst niemand verlangt, meinte er, den benötige er zur Identifizierung. Ist dies bei Mobility tatsächlich üblich? Wenn ja, bitte ich Sie, das zu korrigieren.

Viviana Buchmann: Um jede(n) unserer 127’000 Kundinnen und Kunden zweifelsfrei identifizieren zu können, fragen wir bei einem Anruf standardmässig den Pin-Code ab. Dadurch können Missbräuche verhindert werden, was sicherlich im Sinne aller Nutzer ist. Die Frage, ob wir dies mit andern Sicherheitsabfragen sicherstellen können ist berechtigt und bei uns auf dem Verbesserungsradar.

von Matthias Manz

Frage: Ich halte Mobility für ein ausgezeichnet geführtes und innovatives Unternehmen. Dazu möchte ich Sie und die Mitarbeitenden von Mobility beglückwünschen. Deshalb erstaunt es mich, dass man bei Mobility immer noch nicht auf E-Rechnungen umstellt und die Rechnungen direkt per E-Banking abwickeln kann. Die Fahrkontrollen könnten ja wie bei der Stromrechnung als elektronische Beilagen mitgeliefert werden. Was hindert Mobility daran?

Viviana Buchmann: Wir wissen aus Befragungen, dass unsere Kunden mit den derzeit verfügbaren Zahlungsmöglichkeiten zufrieden sind. Trotzdem ist das Thema E-Rechnung bei uns auf der Projektliste. Wir haben bis anhin Verbesserungen, die näher am Angebot sind wie Anbindung an Swisspass oder Routenplaner höher priorisiert. Die E-Rechnung wird jedoch auch bei uns kommen, wann wir diese Zahlungsform einführen, ist jedoch noch nicht definiert. Wir werden Sie (sowie alle anderen Kunden) auf jeden Fall über das Mobility-Journal oder per Newsletter informieren.

von Hans-Rudolf Zimmerli

Frage: Warum sind nicht alle Neufahrzeuge mit einem funktionierenden Navi ausgerüstet? Und bis wann haben alle Fahrzeuge ein Navi und als Standard Automatikgetriebe? Dafür möglichst wenige verwirrende und störende Assistenzsysteme.

Viviana Buchmann: Mit Ausnahme der Kategorien Budget und Economy ist in allen Neufahrzeugen, die wir in die Flotte integrieren, ein Navigationssystem eingebaut. Somit steigt der Anteil an Autos mit Navis.  Dasselbe ist übrigens der Fall bei den Automaten: Derzeit ist bei uns jedes fünfte Fahrzeug ein Automat, eine Zahl, die wir gemäss Flottenplanung laufend erhöhen werden. Allerdings wird Mobility mindestens über die nächsten Jahre gesehen einen deutlich höheren Anteil an handgeschalteten Autos beibehalten, da die Nachfrage danach immer noch hoch ist.

von Ivo Halter

Lob: Als noch relativ neuer Genossenschafter bin ich immer mehr - vor allem geschäftlich - unterwegs mit Mobility. Und zwar aus Komfortgründen nur mit Automaten. Danke, dass Sie das Angebot an Automaten ausgebaut haben und älteren "Bequem-Fahrern", wie ich es bin, entgegenkommen.

Ich habe schon seit langem das gute Gefühl, dass Mobility zwar nicht alle Wünsche erfüllen kann - aber immer mehr. Ich fühle mich als Genossenschafter sehr wohl bei Mobility. Bin stolz auf "meine Genossenschaft". Auch auf den Service-Techniker in St. Gallen, der still und zuverlässig seine wichtigen Dienste ausübt. Aber auch auf Thomas Schwager, der sich sehr für Mobility in der Ostschweiz einsetzt.

Obwohl ich immer mehr mit App und via PC die Fahrten plane, schätze ich bei Bedarf die Dienstleistungen über die Hotline sehr. Zum Beispiel, wenn sich die Suche nach dem Pannendreieck schwierig gestaltet. Oder - ärgerlich - der Mobility Parkplatz in der Innenstadt von St. Gallen von Fremdparkieren oder sogar von einem "platz-fremden" Mobility-Fahrer oder Fahrerin besetzt ist. Die Hotline behält immer die Ruhe und Übersicht. Und immer freundlich, kompetent, hilfsbereit. Eben Mobility!

Was mich besonders beeindruckt hat bei meinem nicht angekündigten Besuch im Noch-Hauptsitz in Luzern, dass Sie spontan Zeit für mich hatten. Dies ist bei einer Firma in der Grössenordnung von Mobility nicht selbstverständlich.

Ich wünsche Mobility weiterhin diese Bodenhaftung, diese Kunden-Orientiertheit, aber auch den Mut für neue Dienstleistungen. Auf dass der Spagat zwischen den bewährten Dienstleistungen und neuen innovativen Ideen nicht zu einer Zerrreissprobe für Mobility werde. Dass Sie die ältere Kundschaft (Ü50) zufriedenstellen können, aber auch Jüngere für Mobility begeistern können. Und dass der sehr hohe Dienstleistungsgrad Ihrer Mitarbeitenden dabei nicht auf der Strecke bleibe.
Dies wünsche ich Ihnen, der neuen Geschäftsleitung und allen engagierten Mittarbeitenden. Mached's guet!
Liebe Grüsse aus der Ostschweiz von einem mehr als zufriedenen Genossenschafter

Viviana Buchmann: Merci für Ihre positive Rückmeldung. Das Lob für unsere Mitarbeitenden freut mich ausserordentlich. Wir wollen unsere Dienstleistung auch in Zukunft laufend weiterentwickeln. Ein Beispiel ist Catch a Car, das erste stationsungebundene Carsharing-Angebot der Schweiz, das wir nun nach Basel auch in Genf anbieten werden und später in weiteren Städten; und erst kürzlich startete ein Test zu Mobility-One-Way, in dessen Rahmen Sie Einwegfahrten zwischen Zürich und Bern unternehmen können. Wir bleiben dran und danken für die Treue!

von Christina Ammann

Lob: Ich habe keine Frage, aber möchte die Gelegenheit nutzen, danke zu sagen. Ich glaube, ich bin ungefähr 10 Jahre Erstgenossenschaft Mitglied, sagt man das so? Ich bin ein grosser Fan von Mobility. In erster Linie nicht, weil ich immer ein Auto habe wenn ich es brauche, sondern von dem Top Service, den die vielen "roten Heinzelmännchen" bieten. Wenn man einen/e Mitarbeiter/in am Telefon hat, stets immer sehr freundlich und zuvorkommend. Die Auskunft und Beratung kompetent und Top. Man spürt, dass die Mitarbeiter wissen wovon sie sprechen. Da können viele Firmen etwas davon lernen. Und die Autos sind immer in einem super Zustand und sehr sauber. Ich weiss schon warum mein Flyer (E-Bike) rot ist.

Viviana Buchmann: Danke für Ihr Lob. Wir legen tatsächlich grossen Wert auf eine kompetente Beratung und investieren viel in die Schulung. Unser Ziel ist eine Top-Dienstleistung für unsere Kunden. Unsere Mitarbeitenden arbeiten mit hohem Engagement dafür. Umso mehr freut es uns zu hören, dass dies für die Kunden spürbar ist.

von Rene Obrist

Frage: Wie sehen Sie die Weiterentwicklung von Einwegfahrten (Rote Flotte) im Bereich:
1) Wechselwirkung zu Catch a Car
2) Wechselwirkung zu standortfesten Fahrzeuge (mögliche Zwischennutzung Auto und Parkplatz)
3) Integration in ÖV Stecken Planung (optimale Verbindungen elektronischer kombinierten Fahrplan)
4) Zukünftige Trends E-Mobilität, selbstfahrende Fahrzeuge?

Viviana Buchmann: Unser Ziel ist es, Carsharing-Angebote für verschiedenste Bedürfnisse bereitzuhalten.  Vor kurzem haben wir deshalb Mobility-One-Way lanciert, ein Angebot, welches Einwegfahrten zwischen Mobility-Standorten ermöglicht. Bis Ende Jahr testen wir es zwischen Bern Bahnhof, Zürich Bahnhof und Zürich Flughafen. Es komplettiert das standortbasierte Mobility-Angebot sowie Catch a Car, welches Einwegfahrten ausschliesslich innerhalb eines Stadtgebiets ermöglicht. Eine gegenseitige Konkurrenzierung sehen wir nicht, da die Angebote unterschiedlich funktionieren.
Catch a Car wird von potenziell neuen Kunden in der Nutzung als spontaner wahrgenommen, es öffnet die Türen für das klassische Carsharing mit der roten Flotte, da der Mehrwert durch verschiedene Kategorien und längere Vorreservationen erkannt wird.  Es entsteht gegenseitig eine positive Wechselwirkung.

In naher Zukunft werden die Verkehrsmittel optimal kombinierbar sein. Dies über Apps, welche Routen von A nach B gemäss Nutzerwünschen (möglichst schnell, möglichst ökologisch etc.) zusammenstellen; eine solche App wird derzeit von der SBB entwickelt, auch Mobility ist miteinbezogen. Eine Integration von Modellen wie Mobility-One-Way muss diskutiert werden, wenn die Erkenntnisse des Testbetriebs vorliegen und eine Automatisierung aufgrund der Nachfrage sich rechtfertigt.

Fahrerlose Fahrzeuge werden Reisende auf Knopfdruck abholen, von A nach B bringen und danach eigenständig parkieren und tanken. Das ermöglicht Carsharing im grossen Stil, wobei sowohl "Sammeltaxis" als auch Autos für individuelle Einzelstrecken denkbar sind. Langfristig gesehen wird das die Zahl an Privatautos reduzieren und die Verkehrssituation entlasten. Das Thema ist deshalb natürlich schon länger auf unserem Radar. Wir verfolgen sämtliche Entwicklungen genau und entwickeln erste Ansätze, um eine zentrale Rolle spielen zu spielen, was den Einsatz von fahrerlosen Autos im Carsharing-Betrieb angeht.