Die bĂ€umigsten AusflĂŒge der Schweiz

BĂ€ume bestaunen, bewohnen oder sogar zubereiten: All das ist in der Schweiz möglich. Wir haben fĂŒr dich die spannendsten Ausflugstipps gesammelt.

31.10.2021

  • Lifestyle

Ein Baumpark als Ausstellung: Enea Baummuseum, Rapperswil-Jona

Der Landschaftsarchitekt Enzo Enea hatte eine einmalige Idee: Aussergewöhnliche BĂ€ume, die zur Abholzung freigegeben waren, zu retten, auszugraben und nach aufwĂ€ndigem Transport neu einzupflanzen und weitergedeihen zu lassen. So entstand in einer weitlĂ€ufigen, schönen Parkanlage nahe des ZĂŒrcher Sees das Enea Baummuseum.

Auf deinem Spaziergang kannst du dort ĂŒber 50 gerettete BĂ€ume aus mehr als 25 Arten bewundern – einige von ihnen sind ĂŒber ein Jahrhundert alt. Seit 2013 zeigt der Park ausserdem zeitgenössische Skulpturen anerkannter KĂŒnstler. Eine spannende Kombination aus Landschaft, Botanik, Architektur, Design und Kunst. Auf Anfrage werden auch FĂŒhrungen angeboten.

Enea Baummuseum, Rapperswil-Jona
www.enea.ch/baummuseum

Enea Baummuseum in Rapperswil

BĂ€umige MenĂŒs zubereiten: Kochkurs mit Stefan Wiesner, Escholzmatt

Weisst du, wie Arventee schmeckt? Oder EichenglacĂ©? Beides kannst du im Restaurant Rössli in Escholzmatt probieren. Einblick in seine ausgefallene «avantgardistische NaturkĂŒche» gibt Inhaber Stefan Wiesner auch in Workshops: So lernst du im Kurs «Baumwissen und Baumerzeugnisse fĂŒr die Kulinarik» nicht nur etwas ĂŒber die Baumarten in dieser Region, sondern auch, wie du Teile von ihnen kulinarisch verwenden kannst. Am Ende bereitest du mit dem KĂŒchenteam eine Tavolata aus Baumerzeugnissen zu.

Rössli, Escholzmatt
https://spark.adobe.com/page/c6MGBqIVV1rTt/

Alchemistisches Kochen mit dem Feuerring

Spaziergang ĂŒber den Baumkronen: Baumwipfelpfad Neckertal, Toggenburg

Wald mal anders erleben: Das ermöglicht der Baumwipfelpfad Neckertal im Toggenburg. Zwischen 4 und 15 Metern ĂŒber dem Waldboden gelegen, ermöglicht er dir ganz neue Perspektiven auf BĂ€ume. Auf dem 500 Meter kurzen, barrierefreien Pfad warten verschiedene Lern- und Erlebnisstationen zu den Themen Wald und Natur mit spielerischem Lehrwert. Die Aussichtsplattform auf 55 Metern Höhe belohnt dich mit spektakulĂ€ren Aussichten. Der Baumwipfelpfad wird kombiniert mit einem ebenerdigen Walderlebnisweg, zu dem auch ein Spielplatz, ein Balancierweg und eine Grillstelle gehören. Die beiden Wege zusammen sind in ein bis zwei Stunden erlebbar (Fussweg vom Bahnhof Mogelsberg zum Baumwipfelpfad: ca. 30 Minuten).

Baumwipfelpfad Neckertal, Mogelsberg
www.baumwipfelpfad.ch
 

Baumwipfelpfad Toggenburg

Wipfelpfad und Tree Tents FrĂ€kmĂŒntegg, Pilatus

Der Drachenberg nahe Luzern bietet gleich mehrere bĂ€umige Erlebnisse: Auf der FrĂ€kmĂŒntegg kannst du auf dem Wipfelpfad hoch ĂŒber dem Boden von Baum zu Baum spazieren. Auf dem Weg zwischen den dreizehn Plattformen bist du geschĂŒtzt von Netzen und kannst spielerisch und aus besonderer Perspektive mehr ĂŒber den Wald und seine Bewohner lernen.

www.pilatus.ch/entdecken/wipfelpfad

Wenn du danach die Nacht im Wald verbringen willst, erwarten dich zwischen den BĂ€umen aufgespannte Tree Tents (Baumzelte). So schlĂ€fst du schwebend ĂŒber dem Boden. Zum «Tree Tent»-Package gehört auch ein Zugang zum nahen Seilpark, ein Grillbuffet und ein FrĂŒhstĂŒck im Restaurant FrĂ€kmĂŒntegg. (Nur in Sommersaison)

www.pilatus.ch/entdecken/tree-tents-fraekmuentegg

Baumwipfelpfad Pilatus

Übernachten im Baumnest: Les Nids, Le Locle

Hast du schon immer davon getrĂ€umt, mal in einem Baumhaus zu ĂŒbernachten? Hier kommt deine Chance! Im Neuenburger Jura wartet an einem Waldrand das Baumhaushotel Les Nids auf Abenteuerlustige. Die vier BaumhĂ€user schweben 5 bis 8 Meter ĂŒber dem Boden und bieten Bad, WC und KĂŒche. Grosse Panoramafenster erlauben einen Rundumblick, und in der kalten Jahreszeit wĂ€rmt dich ein Holzofen. Zwei der vier BaumhĂ€user sind auch fĂŒr Familien gross genug, eines ist barrierefrei.

Les Nids, Le Locle
www.lesnids.ch

Das Baumnest in le Nids, auch im Winter ein Highlight.

BaumhĂŒtte Ibergereggpass

Eine weitere urige BaumhĂŒtte wartet in der Mythenregion auf ÜbernachtungsgĂ€ste, versteckt in den Ästen einer Tanne auf dem Ibergereggpass. Im Naturschutzgebiet gelegen, bietet sie eine schöne Rundsicht auf die Bergwelt und den VierwaldtstĂ€ttersee. Nebst der Kochnische kann das nahe Restaurant fĂŒr die Verpflegung genutzt werden. Sie ist kinderfreundlich und verfĂŒgt auch ĂŒber eine Holzterrasse.

BaumhĂŒtte, Ibergeregg
www.baumhĂŒtte.ch

Die urige BaumhĂŒtte auf der Ibergeregg.

Wandern im höchstgelegenen Arvenwald Europas: God da Tamangur, Unterengadin

Zu Deutsch heisst er schlicht «der Wald da hinten»: Der God da Tamangur, zuhinterst im Val S-charl im Unterengadin. Mit 86 Hektar ist er der grösste zusammenhĂ€ngende und höchstgelegene Arvenwald Europas. Im geschĂŒtzten Naturwaldreservat kann sich die Natur frei entwickeln: BĂ€ume werden nicht mehr gefĂ€llt, abgestorbene BĂ€ume werden liegengelassen, man begegnet vielen sehr alten, knorrigen, eindrĂŒcklichen Exemplaren. Einige davon sind ĂŒber 700 Jahre alt. Der God da Tamangur kann nur zu Fuss besucht werden: am besten auf einer Wanderung von S-charl nach LĂŒ im Val MĂŒstair oder umgekehrt (ca. 4.5 Stunden). Scuol Tourismus bietet zudem FĂŒhrungen im Waldreservat an.

God da Tamangur, Val S-charl
https://www.engadin.com/de/arvenwald-god-da-tamangur

Bild von Andreas Riedmiller.

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