Mobility-Medienmitteilungen 2022

06.09.2022 – Schweizer Pilotprojekt fĂŒr NetzstabilitĂ€t startet: 50 Mobility-Elektroautos werden zu Powerbanks

Elektrofahrzeuge haben das Potenzial, LĂŒcken in der Stromversorgung zu schliessen, indem sie Strom zurĂŒck ins Netz speisen. Erstmals wird die bidirektionale Technologie dahinter unter realen Bedingungen getestet. Der Startschuss fĂŒrs Projekt «V2X Suisse» unter der Leitung von Mobility ist heute Morgen in Bern erfolgt.

Im Bahnhof Parking in Bern – am grössten Mobility-Standort der Stadt – ist heute Morgen das Schweizer Pilotprojekt «V2X Suisse» offiziell lanciert worden. WĂ€hrend eines Jahres wird nun untersucht, wie Elektroautos kĂŒnftig als Speicher genutzt werden können, um StromlĂŒcken zu schliessen und die NetzstabilitĂ€t zu erhöhen. 
Hinter dem Projekt stehen sieben Unternehmen, wobei das Carsharing-Unternehmen Mobility die Leitung ĂŒbernimmt und 50 «Honda e» an 40 Standorten in der ganzen Schweiz zur VerfĂŒgung stellt. Diese Elektrofahrzeuge speisen Strom aus ihren Batterien ins Netz zurĂŒck, wenn sie gerade nicht gefahren werden. Es handelt sich um den ersten grossflĂ€chigen Test mit bidirektional ladenden Serienelektroautos. Dies ermöglicht Erkenntnisse aus unterschiedlichen Bedingungen – sowohl im lĂ€ndlichen wie auch im urbanen Raum. «Unser schweizweites Flottennetz ist fĂŒr dieses Pilotprojekt geradezu prĂ€destiniert», sagt Mobility CEO Roland Lötscher und fĂŒgt hinzu: «Einmal mehr leisten wir Pionierarbeit, um Herausforderungen anzugehen, die ĂŒber die AlltagsmobilitĂ€t hinausgehen.» BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga begrĂŒsst denn auch die Initiative aus der Wirtschaft und der Forschung. Der «Energiespeicher auf vier RĂ€dern» werde dazu beitragen, dass die Schweiz wegkomme von fossilen Energien. Das nĂŒtze nicht nur dem Klima, sondern mache unser Land auch unabhĂ€ngiger.

ElektromobilitÀt als Teil der Lösung
Die grundlegende Idee hinter V2X und dem bidirektionalen Laden ist, dass Elektroautos nicht nur Strom beziehen, sondern auch zurĂŒckgeben können. Insbesondere, da Autos im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag nur rumstehen. Die sogenannten «Stehzeuge» werden also zu Powerbanks, die sich zu einem grossen Energiespeicher zusammenschliessen lassen, Ă€hnlich einem Stausee. So können Verteilnetzbetreiber und Haushalte quasi den Strom in Spitzenzeiten von den Elektroautos beziehen, wĂ€hrend diese sich ĂŒber den Tag – wenn die Sonne scheint – zu einem gĂŒnstigeren Tarif wieder komplett aufladen. 
Der Anteil Elektrofahrzeuge auf Schweizer Strassen nimmt stetig zu. Einerseits verstĂ€rkt die ElektromobilitĂ€t den Strombedarf, andererseits kann sie durch die V2X-Technologie Teil der Lösung sein. Diese fördert die allgemeine Netzstabilisierung sowohl fĂŒr Verteilnetzbetreiber wie auch fĂŒr swissgrid (nationale Netzbetreiberin). Stromanbieter können Schwankungen zukĂŒnftig besser ausgleichen, EngpĂ€sse im Verteilnetz minimieren, teure Netzausbauten verringern und Strommangellagen verhindern. Die Potenziale sind riesig, mĂŒssen aber effizienter genutzt werden. 

Dauerbetrieb ist denkbar
Die Resultate aus dem einjĂ€hrigen Testbetrieb werden der V2X-Technologie den nötigen Schub verleihen, ist Marco Piffaretti, Projektleiter von «V2X Suisse» und ElektromobilitĂ€tsexperte bei Mobility ĂŒberzeugt. «Wir erhalten die dringend nötigen Erfahrungen, um die technischen und regulatorischen Herausforderungen rund um das bidirektionale Laden meistern zu können.» Das Projekt ist so ausgerichtet, dass es bei einem Erfolg direkt in einen Dauerbetrieb ĂŒberfĂŒhrt werden kann.

«V2X Suisse»: Technische Details
Hinter «V2X Suisse» stehen sieben Unternehmen, wobei der Projektlead bei Mobility liegt. Zudem dabei:  Automobilhersteller (Honda), Software-Entwickler (sun2wheel), Ladestationen-Entwickler (EVTEC), Aggregatoren (tiko), wissenschaftliche Begleitung (novatlantis, in Zusammenarbeit mit der ETH). Das Projekt wird durch das Pilot- und Demonstrationsprogramm des Bundesamts fĂŒr Energie BFE unterstĂŒtzt. Mobility rĂŒstet in den nĂ€chsten Wochen 40 Standorte mit 50 Honda e Elektroautos aus (bidirektional bis max. +/- 20kW). Es kommen zwei verschiedene Arten von Ladestationen zum Einsatz: einerseits spezifisch fĂŒr dieses Projekt entwickelte, bidirektionale DC-Ladestationen von EVTEC mit doppeltem und kombinierbarem CCS (Combined Charging System) Ausgang, andererseits bidirektionale Honda Power Manager DC-Ladestationen mit einfachem CCS-Ausgang. Beide sind mit RundsteuerempfĂ€ngern fĂŒr die Verteilnetzbetreiber sowie mit einer digitalen Schnittstelle ausgestattet. Über die sun2wheel Cloud-to-Cloud-IT-Plattform wird bei jedem Mobility-Elektroauto die verfĂŒgbare Leistung im Viertelstunden-Takt verwaltet, um eine Abrechnung zu ermöglichen/kontrollieren.

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Weitere Informationen zum Projekt:
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09.06.2022 – Mobility baut das Sommerangebot aus

Zum meteorologischen Sommeranfang erweitert Mobility die Flotte mit 30 Mini Cooper-Cabrios. Gleichzeitig wird das Angebot im Kanton Tessin ĂŒber die warmen Monate so stark ausgebaut wie noch nie – damit GĂ€ste und die heimische Bevölkerung Carsharing voll ausnutzen können.

Die Mobility Genossenschaft stellt den Kundinnen und Kunden ab sofort wieder die Cabrio-Kategorie zur VerfĂŒgung. Dazu platziert das Carsharing-Unternehmen 30 Fahrzeuge des Typs Mini Cooper S in der ganzen Schweiz – von Genf ĂŒber ZĂŒrich bis Chur. Mobility-Mediensprecher Stefan Roschi sagt: «Wir freuen uns sehr, diese Kategorie erneut anbieten zu können, denn in der Mobility-Community sind die Cabrios beliebt.» Neu bleiben diese ĂŒber den Herbst hinaus als Teil der rund 3000 Fahrzeuge buch-bar. Mobility will fĂŒr jede Situation das passende Auto bieten: Vom kleinen Elektroauto ĂŒber Combis bis zu Transporter. «So werden möglichst viele Menschen von Carsharing ĂŒberzeugt und verzichten auf ein eigenes Auto.»

19 zusÀtzliche Fahrzeuge im Tessin
JĂ€hrlich baut Mobility über die Sommermonate das Angebot an verschiedenen Orten in der Schweiz aus. Besonders im Tessin. Denn dort steigt die Nachfrage mit den warmen Temperaturen jeweils stark an, und rund die HĂ€lfte der Reservationen werden von ausserkantonalen Nutzer:innen getĂ€tigt. Dieses Jahr verstĂ€rkt Mobility den Ausbau im Tessin so stark wie nie zuvor, so dass 63 Carsharing-Autos ver-fügbar sind - 19 mehr als im Winter. ZusĂ€tzliche Fahrzeuge stehen zum Beispiel in Locarno, Lugano und Bellinzona. Darüber hinaus ist diese Woche ein neuer, fester Standort in Castione eröffnet worden. «Rein von der Nachfrage her könnten wir über den Sommer sogar noch mehr Autos platzieren», sagt Sprecher Stefan Roschi. «Dafür müssten allerdings mehr Miet-ParkplĂ€tzen zur Verfügung stehen.» Für Tessiner Fans von Elektroautos gibt es derweil gute Neuigkeiten. Im Verlauf des Sommers werden am Bahnhof Bellinzona sechs Mobility-ParkplĂ€tze elektrifiziert. Bis 2030 sind alle Autos der Genossen-schaft komplett elektrisch unterwegs. Aktuell lĂ€uft die Vorbereitungsphase für den Ausbau der Schweiz-weiten Ladeinfrastruktur.factsheet. 

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24.05.2022 – Mobility beendet das Freefloating-Angebot in Basel

Die Mobility Genossenschaft stellt Mobility-Go in Basel ein. Dies aufgrund rĂŒcklĂ€ufiger Nachfrage und hohen BetriebsaufwĂ€nden. Die Erfahrungen aus diesem lokalen Freefloating-Angebot fliessen nun in die Weiterentwicklung des stationsbasierten Carsharings ein.

Nach acht Jahren ist Schluss. Die Mobility Genossenschaft verabschiedet sich vom Konzept des Freefloating-Carsharings und stellt das Angebot Mobility-Go per 7. Juni ein. Bei dieser Art des Carsharings kann das Auto auf einem beliebigen öffentlichen Parkplatz retourniert werden, wĂ€hrend im klassischen Return-Carsharing das Fahrzeug an den Start-Standort zurĂŒckgebracht wird.

Trendwende blieb aus
Mobility war damals ins Freefloating eingestiegen, um Erfahrungen mit dem europaweit aufkommenden Trend zu machen. Ziel war es, das Konzept in der Schweiz zu etablieren und rentabel zu fĂŒhren. Doch in den vergangenen Jahren sah man sich mit rĂŒcklĂ€ufigen Zahlen konfrontiert. Die Corona-Pandemie verstĂ€rkte den Effekt, weshalb das Angebot 2020 zuerst in Genf gestoppt wurde. In Basel hoffte man auf eine Trendwende und leitete verschiedene Massnahmen ein, welche jedoch nicht den gewĂŒnschten Effekt erzielten. Hinzu kam ein hoher Betriebsaufwand. «Wir waren lange vom Freefloating-Ansatz ĂŒberzeugt und glaubten an dessen Erfolg», sagt Mobility CEO Roland Lötscher. «Aber bei aller Innovationsfreude mĂŒssen wir die langfristige Reaktion des Marktes beachten und als Genossenschaft nachhaltig mit unseren Ressourcen umgehen.» 

Neue Erkenntnisse zum Kundenverhalten
Mobility konzentriert sich nun auf den weiteren Ausbau des KerngeschÀfts. «Wir werden die wertvollen organisatorischen und technischen Erfahrungen von Mobility-Go nutzen, um das stationsbasierte Carsharing weiterzuentwickeln», so Roland Lötscher. Unter anderem hat sich gezeigt, dass Kundinnen und Kunden mittels Incentivierung einbezogen werden können, um das Angebot zu steuern. Diese und weitere Erkenntnisse machen denkbar, dass es in Zukunft möglich wird, den Zeitpunkt des Reservationsendes oder die Zielstation innerhalb eines urbanen Gebiets offen zu halten. Entsprechende AbklÀrungen und Tests sind angedacht.

Freefloating in KĂŒrze:
Die Idee hinter Freefloating ist, dass sich geteilte Fahrzeuge spontan per App lokalisieren sowie buchen lassen und an beliebigen öffentlichen ParkplĂ€tzen retourniert werden können. Mobility startete das Angebot vor acht Jahren mit der Tochtergesellschaft Catch a Car in Basel und deckte zwischenzeitlich auch Genf damit ab. 2019 wurde «Catch a Car» unter der Bezeichnung Mobility-Go ins Unternehmen integriert. 

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31.03.2022 – Mobility steigert den Umsatz und Gewinn

Das Carsharing-Unternehmen Mobility blickt auf ein positives GeschĂ€ftsjahr 2021 zurück. Trotz anhaltender Pandemie erzielt die Genossenschaft einen Umsatz von 80.7 Millionen Franken und einen Gewinn von 2.8 Millionen Franken. Vor allem dank des Wachstums bei den Privatkunden.

Die roten Fahrzeuge der Mobility-Genossenschaft sind im vergangenen Jahr gut ausgelastet gewesen, was sich auch in den GeschÀftszahlen widerspiegelt. Bei einem gesteigerten Jahresumsatz von CHF 80.7 Millionen (+6.8 Prozent) prÀsentiert das Unternehmen einen Gewinn von CHF 2.8 Millionen (+6.4 Prozent).

WĂ€hrend die öV-Auslastung insgesamt in der Schweiz 2021 pandemiebedingt tief blieb, kamen die Fahrzeuge von Mobility wieder stĂ€rker zum Einsatz. Kundinnen und Kunden tĂ€tigten hĂ€ufiger Reservationen und waren im Schnitt lĂ€nger unterwegs. «Ich freue mich sehr, dass wir mit der Steigerung im Privatkundenbereich die negativen Auswirkungen der Pandemie mehr als kompensieren konnten», sagt GeschĂ€ftsführer Roland Lötscher. Trotzdem hinterliess Covid-19 Spuren: Die Zahlen im GeschĂ€ftskundenbereich stagnierten auf Vorjahresniveau, nachdem sie 2020 einbrachen. Hier erhofft sich Mobility für 2022 eine merkliche Erholung.

Erfolgreich war Mobility bei der Kundengewinnung. Wie bereits im Vorjahr gab es ein Wachstum von neun Prozent. Dieses Plus von 22’100 Personen liess die Gesamtzahl der Mobility-Nutzenden auf 267'100 ansteigen. Gleichzeitig nahm Mobility eine Bereinigung des Kundenstamms vor und entfernte rund 25'000 DatensĂ€tze. Roland Lötscher dazu: «Es handelt sich um Doubletten von inaktiven Kundendaten, welche von uns aussortiert wurden.» Unter dem Strich sorgt dies für eine neue Gesamtkundenzahl von 242'300.

Bald fÀhrt jedes zehnte Mobility-Auto elektrisch
Die Digitalisierung des Carsharing-Unternehmens geht Hand in Hand mit der Elektrifizierung der ganzen Fahrzeugflotte bis 2030. Von rund 3000 Autos sind bereits 200 rein elektrisch unterwegs. Und in diesem Jahr sollen nochmals so viele hinzukommen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur auf Hochtouren – gemeinsam mit Partnern wie den SBB, der Raiffeisen-Gruppe und Schweizer StĂ€dten.

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19.01.2022 – Wegweisender Versuch mit bidirektional ladenden Elektroautos

Um Elektroautos fĂŒr die Stabilisierung der Stromnetze zu nutzen, gehen sieben Unternehmen mit «V2X Suisse» innovative Wege. Mobility-Elektroautos sollen in Zukunft bidirektional laden können – also Energie ins Stromnetz zurĂŒckspeisen, wenn sie nicht gefahren werden. Dies ist der erste grossflĂ€chige Test seiner Art und wird daher die Zukunft dieser Technologie in der Schweiz und darĂŒber hinaus mitbestimmen.

Den Elektroautos gehört die Zukunft. So auch bei der Carsharing-Anbieterin Mobility: Bis spĂ€testens 2030 werden all ihre 3'000 Fahrzeuge elektrisch unterwegs sein. Was gut fĂŒr die Umwelt ist, kann Herausforderungen im Stromverbrauch und in der NetzstabilitĂ€t mit sich bringen. Das neu lancierte Projekt «V2X Suisse» will hierfĂŒr mit vereinten KrĂ€ften Lösungen finden. MobilitĂ€tsanbieter (Mobility), Automobilhersteller (Honda R&D Europe und Honda Motor Europe), Software-Entwickler (sun2wheel), Ladestationen-Entwickler (EVTEC), Aggregatoren (tiko), FlexibilitĂ€tsabnehmer und Wissenschaft (novatlantis, in Zusammenarbeit mit der ETH) arbeiten Hand in Hand. «Gemeinsam werden wir bidirektional ladende Autos rasch auf die Strasse bringen und so dringend benötigte Erfahrungen sammeln können», erklĂ€rt Marco Piffaretti, Projektleiter von «V2X Suisse» und ElektromobilitĂ€tsexperte bei Mobility. Denn noch gĂ€be es hierzulande kaum Praxiswissen, was die technischen, regulatorischen und organisatorischen Herausforderungen von bidirektionalem Laden betreffe. «Wir gehen mit unseren Partnern im Projekt als Pioniere voran und werden Resultate liefern, die dieser Technologie in der Schweiz und darĂŒber hinaus einen Schub verleihen werden.» Das Projekt wird durch das Pilot- und Demonstrationsprogramm des Bundesamts fĂŒr Energie (BFE) unterstĂŒtzt.

Test mit Mobility-Elektroautos
Bis September 2022 laufen die gemeinsamen Vorbereitungen, ab dann sind wĂ€hrend eines Jahres 50 «Honda e» an rund 40 Mobility-Standorten in der ganzen Schweiz im Einsatz. Dies wird das erste Mal sein, dass bidirektional ladende Serien-Elektroautos flĂ€chendeckend im MobilitĂ€tsalltag der Menschen in Einsatz stehen werden – und dass man sie unter unterschiedlichen Bedingungen, von lĂ€ndlich bis urban, testen kann. Die Perspektive sieht dabei vielversprechend aus: Wird ein bidirektionales Mobility-Elektroauto nicht gefahren, kann es bis zu 20 Kilowatt Leistung zurĂŒck ins Stromnetz speisen. Das wĂŒrde auf die gesamte Carsharing-Flotte gerechnet 60 Megawatt ausmachen – eine grössere Leistung, als sie beispielsweise das Tessiner Pumpspeicherkraftwerk Peccia bereitstellen kann. Diese elektrische Regeleistung wird helfen, das Stromnetz zu stabilisieren, EngpĂ€sse im Verteilnetz zu minimieren und teure Netzausbauten im Verteilnetz zu verhindern, zu verringern oder zu verzögern. Piffaretti ist sich deshalb sicher: «Die ElektromobilitĂ€t der Zukunft ist geteilt, bidirektional und netzdienlich». Weltweit erstmalig kommt bei «V2X Suisse» der Combo-CCS-Ladestecker zum Einsatz, der internationale Steckerstandard fĂŒr Gleichstrom-Schnellladung.

Ehrgeizige Ziele
«V2X Suisse» setzt sich bis zum Projektabschluss Ende 2023 eine hohe Messlatte: Erstens soll ausgelotet werden, wie diese Technologie das Stromnetz stabilisieren kann und wie Standorte mit Photovoltaik-Anlagen ihren Eigenverbrauch optimieren können. Zweitens will man das betriebswirtschaftliche Potenzial von bidirektionalen Fahrzeugen in der Schweiz untersuchen. Und drittens soll der Wettbewerb zwischen den potentiellen FlexibilitÀtsabnehmenden (Swissgrid, Verteilnetzbetreiber und Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) getestet werden.

«V2X Suisse»: Technische Details
«V2X Suisse» operiert in der ganzen Schweiz und damit unter unterschiedlichen Bedingungen. Rund 40 Standorte werden mit total 50 Honda e Mobility-Elektroautos bidirektional bis max. +/- 20kW ausgerĂŒstet. Es kommen zwei verschiedene Arten von Ladestationen zum Einsatz: einerseits spezifisch fĂŒr dieses Projekt entwickelte, bidirektionale DC-Ladestationen von EVTEC mit doppeltem und kombinierbarem CCS (Combined Charging System) Ausgang, andererseits bidirektionale Honda Power Manager DC-Ladestationen mit einfachem CCS-Ausgang. Beide sind mit RundsteuerempfĂ€ngern fĂŒr die Verteilnetzbetreiber sowie mit einer digitalen Schnittstelle ausgestattet. HierfĂŒr braucht es die Entwicklung einer Cloud-to-Cloud-IT-Plattform, welche bei jedem Mobility-Elektroauto die verfĂŒgbare Leistung im Viertelstunden-Takt verwaltet (d.h. anbietet, zuordnet, freigibt, allenfalls direkt regelt und «zĂ€hlt», um eine Abrechnung zu ermöglichen/kontrollieren). Diese von sun2wheel entwickelte Cloud-to-Cloud Lösung verbindet die VerfĂŒgbarkeits-Inputs der Mobility-Buchungen mit dem fĂŒr Swissgrid relevanten Aggregator tiko.

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12.01.2022 – ElektromobilitĂ€t: Mobility und Raiffeisen gehen Partnerschaft ein

Zwei Genossenschaften, eine Partnerschaft: Um der geteilten ElektromobilitĂ€t weiteren Schub zu verleihen, spannt Mobility mit Raiffeisen zusammen. Über 820 Raffeisen-Standorte haben neu die Möglichkeit, Mobility-Elektroautos direkt vor ihren TĂŒren zu platzieren.

Um die Umwelt zu schonen, stellt Mobility ihre 3000 Autos bis spĂ€testens 2030 auf elektrischen Antrieb um. Die grösste HĂŒrde ist dabei das Errichten von Ladeinfrastruktur. Mit Raiffeisen hat die Carsharing-Anbieterin nun eine wichtige Partnerin auf ihrem Weg hin zu CO2-neutraler MobilitĂ€t gefunden. Neu haben alle Raiffeisenbanken landesweit die Möglichkeit, Mobility-Elektroautos bei ihren GeschĂ€ftsstellen zu platzieren. Eine Zusammenarbeit, die TĂŒren öffne, erklĂ€rt Mobility-CEO Roland Lötscher: «Wir können nicht nur unser Elektro-Standortnetz rasch ausbauen, sondern Carsharing auch einer grossen Zahl an Menschen schmackhaft machen. FĂŒr uns eine einmalige Chance, nachhaltige MobilitĂ€t in der Schweiz noch besser zu etablieren», freut sich Lötscher.

Premiere in Freiburg
Ob sie vom Mobility-Elektroangebot profitieren wollen, ist Entscheidungssache der einzelnen lokalen Raiffeisenbanken. FĂŒr die Stationierung eines oder mehrerer E-Fahrzeuge mĂŒssen sie lediglich die ParkplĂ€tze zur VerfĂŒgung stellen und sich an den jĂ€hrlichen Betriebskosten beteiligen. Um alles andere ist Mobility besorgt, also auch um die LadesĂ€ule oder die Beschaffung der Fahrzeuge. Mehrere Raiffeisenbanken haben bereits Interesse angemeldet, darunter die Raiffeisenbank Freiburg Ost, welche ab Ende Januar das erste E-Fahrzeug anbietet. «Diese Partnerschaft zahlt auf unsere genossenschaftlichen Werte ein. Wir können einen nachhaltigen, direkten Mehrwert fĂŒr unsere Region leisten», unterstreicht Nathalie Sahli, Vorsitzende der Bankleitung. MemberPlus-Kundinnen und -Kunden von Raiffeisen profitieren von verschiedenen Sonderangeboten und VergĂŒnstigungen.

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Sybille Theiler, Stv. Mediensprecherin
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10.01.2022 – ElektromobilitĂ€t: Wil ist die erste vollelektrische Mobility-Stadt

Erstmals platziert Mobility in einer Schweizer Stadt ausschliesslich Elektroautos: In Wil stehen neu am Bahnhof, dem Waagplatz und an der Speerstrasse insgesamt acht E-Fahrzeuge bereit. Ziel ist, möglichst viele Einwohnende von geteilter MobilitĂ€t zu überzeugen und so der Umwelt Gutes zu tun. Auch in Flawil und Rapperswil fahren bald weitere E-Fahrzeuge.

Mobility setzt sich zum Ziel, all ihre Fahrzeuge bis spĂ€testens 2030 zu elektrifizieren. Dieses Ziel hat die Carsharing-Anbieterin in Wil bereits erreicht: Neu stehen Nutzerinnen und Nutzern ausschliesslich E-Mo-delle zur Verfügung. Mit dem Seat Mi, dem VW ID.3 und dem Renault Zoe sind am Bahnhof deren sechs, an der Speerstrasse sowie am Waagplatz je eines platziert. Die Ladeinfrastruktur hat Mobility zusammen mit Partnern errichtet und wurde dabei von der Stadt Wil unterstützt. Sprecherin Sybille Theiler erklĂ€rt: «Sowohl Wil als auch Mobility wollen klimaneutral werden. Deshalb fiel uns der Entscheid zur Zusammen-arbeit leicht. Für uns ist Wil eine Spielwiese, auf der wir MobilitĂ€t neu denken und ausprobieren können.» Gespannt sei man insbesondere, wie die E-Autos ankommen werden und ob sich im Bereich der Ladezei-ten Optimierungsmöglichkeiten ergeben.» Auch die Stadt Wil ist angetan von der kompletten Umstellung auf alternative Antriebe. StadtprĂ€sident Hans MĂ€der unterstreicht: «Das elektrische Carsharing passt per-fekt zu Wil und hilft, unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen.»

Kostenloses Jahresabo kommt an
Das Pilotprojekt ist Teil des Programms Monamo Wil («Modelle nachhaltige MobilitĂ€t in Gemeinden»), das vom Bundesamt für Energie mitgetragen wird. So können seit Mitte September 2021 alle Wilerinnen und Wiler von kostenlosen Mobility-Jahresabos profitieren. Eine Möglichkeit, die ankommt: Die Kundenzahl ist seitdem von 350 auf 560 hochgeschnellt. Die Abokosten werden von den Technischen Betrieben Wil TBW getragen.

E-Autos in Flawil und Rapperswil
Nebst Wil kommen auch Flawil und Rapperswil-Jona zu E-Fahrzeugen. An den entsprechenden Bahnhöfen stehen bald ein bzw. zwei Elektroautos zur Miete bereit.

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